Brennnesselblätter
Was steckt in der (gemeinen;)) Brennnessel?
Die Brennnessel schützt ihre wertvollen Inhaltstoffe mit ihren Brennhaaren. Das sollte uns jedoch nicht abhalten, sie hin und wieder zum Kochen zu verwenden.
In pharmakologischen Studien konnte eine entzündungshemmende, schmerzlindernde, immunstimulierende, anti-infektiöse, blutdrucksenkende, herzschützende Wirkung der Inhaltstoffe von Brennnesselblättern beobachtet werden. Brennnesseln werden zur Behandlung von Blasen-, Nieren- und Harnwegsentzündungen sowie bei Rheuma angewendet . Die Wurzeln enthalten Phytosterole und Beta-Sitosterin, welche zur Behandlung einer gutartigen Vergrößerung der Prostata Anwendung finden. In diesen Fällen bitte auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin halten.
Aber unabhängig davon, gibt es noch weitere gute Gründe, hin und wieder Brennnesseln in den Speiseplan einzubauen. Die leichte Verfügbarkeit. Die Brennnessal ist eine anspruchslose Pflanze und kommt daher häufig vor. Man erkennt sie sehr einfach, somit ist die Verwechslungsgefahr bei dieser Wildpflanze gering. Es gibt die große und die kleine Brennnessel, sie können beide ohne Bedenken verzehrt werden. Die Pflanze ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Provitamin A (ß-Carotin) ist beispielsweise - auch in gedünsteten Blättern - in nennenswerten Mengen enthalten. Das enthaltene Eiweiß hat einen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren. Ein hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden und Chlorophyll. Chlorophyll unterstützt den Körper beispielsweise bei der Wundheilung. Sammeltipp: Am besten Handschuhe zum Schutz vor den Brennhaaren verwenden. Ich nehme auch ganz gerne eine Schere zu Hilfe. Will man Brennnesselblätter für den Vorrat trocknen, erntet man am besten die Triebspitzen (ich nehme meistens die oberen 4-6 Blätter) kurz bevor sie zu blühen beginnen. Die getrockneten Blätter kann man dann für den Tee verwenden oder zu einem feinen Pulver vermahlen. Auch die Samen der Brennnessel sind übrigens verwendbar. Dafür müssen wir noch ein bisschen Geduld haben, aber ab August sollten sie dann bereit für die Ernte sein. Für die Lagerung sollte man sie trocknen lassen, damit es zu keiner Schimmelbildung kommt. Achtung, die Blüten nicht mit den Samen verwechseln! Die Samen sind grün und etwas kantig, siehe Bilder.
Blüte
Samen
Samen im Detail